Polizeiarbeit mit psychisch belasteten Personen. Ethnographische Perspektiven auf interaktionale und organisationale Kategorisierungen in der Schweizer Sicherheitspolizei.

(Originaltitel: Policing emotionally disturbed persons. Ethnographic perspectives on interactional and organizational categorizations in Swiss security police)

Dauer: 2023 – 2026

Auftraggeber: Schweizerischer Nationalfonds SNF

Polizeiliche Begegnungen mit Menschen, die sich in einer psychischen Krise befinden oder Symptome einer psychischen Erkrankung zeigen, sind ein sensibler und anspruchsvoller Aspekt der heutigen Polizeiarbeit. Häufig sind Polizeibeamte als erste vor Ort, um in einem weiteren Schritt psychiatrische, medizinische oder sozialarbeiterische Dienste mit einzubeziehen. Das Projekt zielt darauf ab, die Praktiken und organisationalen Prozesse im Bereich der Sicherheitspolizei zu erfassen, mit denen psychische Beeinträchtigungen zugeschrieben und für den polizeilichen Arbeitsvollzug bedeutsam gemacht werden. Insbesondere soll mehr über die Kriminalisierung von solchen Personen erfahren werden. Ein besonderes Augenmerk gilt weiter auch der Zusammenarbeit zwischen Akteuren der Sicherheitspolizei, des öffentlichen Gesundheits- und Sozialwesens. Das Projekt ist als Organisationsethnographie mit mehreren Fallstudien in verschiedenen Schweizer Kantonen konzipiert. Weiter werden Expert*innen-Interviews und Fokusgruppengespräche durchgeführt.

Team:
Prof. Dr. phil. Esteban Piñeiro
Dr. Mira Ducommun
Prof. Dr. Krzysztof Skuza
Dr. Michaël Meyer

Ansprechsperson(en):
Prof. Dr. phil. Esteban Piñeiro

Publikationen / Links:
Projektinformationen SNF-Projektportal: Policing emotionally disturbed persons. Ethnographic perspectives on interactional and organizational categorizations in Swiss security police (snf.ch)


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